Zuletzt aktualisiert: 01 August 2017

Aktuelles aus dem KNP e.V., der GPS, dem CIO und verwandten Forschergruppen
-----------------------------------------------------------
Aktuelle Studien für Patienten

AKTUELLE STUDIEN für PATIENTEN

Studie für Parkinsonpatienten, die Levodopa nehmen

Zentren der German Parkinson Study Group nehmen an einer Klinischen Studie teil, in der Wirksamkeit und Verträglichkeit eines neu zugelassenen Medikaments mit dem Wirkstoff Opicapon im täglichen Gebrauch erfasst werden.

 

Sie können unter Umständen an dieser Studie teilnehmen, wenn Sie

  • derzeit 3 – 7 mal täglich Levodopa (L-Dopa)-Medikamente für die Parkinson-Krankheit einnehmen
  • - wenn Sie unter einem sogenannten Wearing-off leiden, das heißt, dass im Tagesverlauf Symptome wieder auftreten oder stärker ausgeprägt sind, bevor Sie die nächste reguläre Levodopa-Dosis einnehmen.

Weitere Kriterien werden beim ersten Besuch am Prüfzentrum überprüft. Die Teilnehmer erhalten 3 Monate lang das Prüfmedikament und müssen in dieser Zeit 3 Besuche ( Tag 1, 30 und 90) am Prüfzentrum absolvieren und werden einmal angerufen (Tag 15). Alle studienbezogenen Besuche, medizinischen Untersuchungen und Studienmedikamente sind für die in die Studie aufgenommenen Teilnehmer kostenlos.

An dieser Studie werden deutschlandweit bis zu 80 Studienzentren mit insgesamt 400 Patienten teilnehmen. Kontaktdaten der teilnehmenden Zentren erhalten Sie bei der Studienzentrale der GPS unter der Telefonnummer 06421-58 65439 oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Frau Jung) und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Frau Mahla).

Diese Anzeige wurde selbstverständlich von einer Ethikkommission genehmigt.

Aktuell 30.06.2017: Neue Studie für neu erkrankte Parkinsonpatienten

Möchten Sie an einer Studie zur Parkinsonkrankheit teilnehmen?

Wenn diese Krankheit bei Ihnen oder einem Ihrer Angehörigen diagnostiziert wurde, möchten Sie vielleicht mit Ihrem Arzt über eine klinische Studie zu einem Prüfmedikament für die Parkinsonkrankheit sprechen.
Das Ziel dieser Forschungsstudie ist die Beurteilung der Sicherheit und der Wirkungen flexibler Dosen des Prüfmedikamentes oder Placebos für die Parkinsonkrankheit.

Sie können für die Studie in Frage kommen, wenn Sie folgende Kriterien erfüllen
- 45 bis 80 Jahre alt und kürzlich diagnostizierte Parkinsonkrankheit
- bereit und in der Lage sind, auf jegliche Parkinson-Medikamente zu verzichten, die in der Studie nicht erlaubt sind
- bereit, über die Dauer der Studie von 23 Wochen an 11 Klinikterminen und 6 Telefonterminen teilzunehmen

Die Teilnahme ist freiwillig. Es ist möglich, die Studienteilnahme jederzeit abzubrechen.
Kontaktdaten des jeweiligen Studienteams erhalten Sie in der Studienzentrale des Kompetenznetz Parkinson, Tel. 06421-5865439, bei Frau Jung Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Frau Mahla Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Die Studie wird in folgenden deutschen Städten durchgeführt: Bochum, Gera, Haag, Kassel, Marburg, Tübingen und Ulm.

Sky - aktuelle Studie für Früherkrankte / Parkinsonpatienten im frühen Stadium

Ist bei Ihnen innerhalb der letzten drei Jahre die Parkinson-Krankheit diagnostiziert worden?
Nehmen Sie zur Zeit Medikamente dagegen ein?
Sind Sie zwischen 18 und 80 Jahre alt?


Patientinnen und Patienten wie Sie werden für die Teilnahme an einer klinischen Forschungsstudie gesucht.
In der Studie wird untersucht, ob die Entfernung von Eisen aus dem Gehirn die motorischen Symptome von Parkinson verbessert bzw. den Symptomverlauf verlangsamt.

Wenn Sie interessiert sind, finden Sie in dieser Broschüre weitere Informationen.

Studie für Patienten mit motorischen Fluktuationen
Bei Morbus Parkinson beginnen die medizinischen Durchbrüche von morgen mit der Forschung von heute.

Wenn Sie oder ein Ihnen Nahestehender unter motorischen Fluktuationen aufgrund von Morbus Parkinson leiden, möchten Sie vielleicht mit Ihrem Arzt über eine klinische Studie mit einem Medikament zum Einnehmen sprechen, das für die Behandlung von Morbus Parkinson in der Erprobung ist.

Sie können geeignet sein, wenn Sie:
- ein Mann oder eine Frau im Alter von 45 und 85 Jahren sind und Morbus Parkinson haben.
- täglich mindestens 400 mg L-Dopa einnehmen
- unter motorischen Fluktuationen leiden
- bereit sind, das Prüfmedikament wie angewiesen einzunehmen und an den Studienuntersuchungen und –verfahren teilzunehmen.
- bereit sind, an 13 Besuchsterminen in der Klinik und 4 Telefongesprächen im Laufe der Studie teilzunehmen – bis zu 23 Wochen lang.

Geeignete Studienteilnehmer erhalten das Medikament in der Erprobung („Prüfmedikament“) oder das nicht wirksame Placebo, studienbedingte Untersuchungen und Besuche beim Prüfarzt im Rahmen der Studie sind kostenlos.

Kontaktdaten des jeweiligen Studienteams erhalten Sie in der Studienzentrale des Kompetenznetz Parkinson, Tel. 06421-5865439, bei Frau Jung (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder Frau Mahla (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Die Studie wird in folgenden deutschen Städten durchgeführt:
Berlin, Bochum, Dresden, Düsseldorf, Freiburg, Marburg, München und Ulm



 

AKTUELLES

Deutsche Parkinson-Gesellschaft (DPG) zum Welt-Parkinson-Tag: Einladung zum Pressebriefing am 3. April in Berlin
15.3.2017: Morbus Parkinson ist nach der Alzheimer-Demenz die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. In Deutschland sind etwa 250.000 bis 280.000 Personen betroffen. Anlässlich des Welt-Parkinson-Tags am 11. April gibt die Deutsche Parkinson Gesellschaft (DPG), eine Schwerpunktgesellschaft der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), einen Überblick über aktuelle Fortschritte in der Diagnostik und entscheidende Entwicklungen in der Therapie.
Die Pressekonferenz mit führenden deutschen Parkinsonexperten findet im Vorfeld des Aktionstags am 3. April 2017 in Berlin statt.
Muskelstarre, verlangsamte Bewegungen, Muskelzittern – vor 200 Jahren beschrieb der Londoner Arzt Dr. James Parkinson (1755–1824) in seiner Abhandlung "Essay on the Shaking Palsy" (dt. "Über die Schüttellähmung") erstmals die Hauptsymptome der Erkrankung, die später nach ihm benannt wurde.
Vor 20 Jahren hat die European Parkinson’s Disease Association mit Unterstützung der WHO den Welt-Parkinson-Tag ausgerufen. Er soll jährlich am 11. April, dem Geburtstag des Erstbeschreibers, auf die Parkinsonkrankheit aufmerksam machen.

Update für die Presse und Gelegenheit für Interviews

Heute, 200 Jahre nach ihrer Erstbeschreibung, gibt es neue Strategien in der Früherkennung und Erfolge in der Therapie der Parkinsonerkrankung.
Die Parkinsonforschung in Deutschland nimmt weltweit eine Spitzenstellung ein. Beim Pressebriefing am Montag, 3. April 2017, in Berlin im Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Schiffbauerdamm 40, Raum 2, erläutern führende deutsche Parkinsonexperten von 11.00 bis 12.00 Uhr aktuelle Fortschritte der Parkinsonbehandlung und stehen für Interviews zur Verfügung.

Experten und Themen

  • Prof. Dr. med. Georg Ebersbach, Chefarzt des Neurologischen Fachkrankenhauses für Bewegungsstörungen/Parkinson in Beelitz-Heilstätten: "200 Jahre Parkinson: aktuelle Fortschritte in der Therapie"
  • Prof. Dr. med. Jens Volkmann, Direktor der Neurologischen Klinik und Poliklinik, Universitätsklinik Würzburg: "Meilensteine der Früherkennung und Diagnostik: Parkinson früher erkennen – die Krankheit gezielter behandeln"
  • Prof. Dr. med. Daniela Berg, Direktorin der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Schleswig- Holstein in Kiel: "Die Parkinsonkrankheit an der Wurzel packen: aktuelle Ansätze"
Neben den Experten wird auch eine Parkinsonpatientin anwesend sein, die über ihre Erfahrungen mit der Therapie berichtet.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen, sich bei der Pressestelle der Deutschen Parkinson Gesellschaft formlos per E-Mail unter Angabe ihrer Kontaktdaten für das Pressebriefing zu akkreditieren:
Dr. med. Nina Buschek
Pressestelle der Deutschen Parkinson Gesellschaft (DPG)
c/o albertZWEI media
Tel.: +49 (0) 89 46148622
Fax: +49 (0) 89 46148625
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Beelitz veranstaltet das 19. Neurosymposium
Am 13. Mai 2017 findet in Beelitz das nächste Neurosymposium statt. Im Flyer 19. Neurosymposium finden Sie weitere Informationen.
17.02.2017: Meilenstein in der Parkinsonforschung - Hauttest erlaubt frühe Parkinsondiagnose
Gemeinsame Presseinformation der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Parkinson Gesellschaft (DPG):

Einer Gruppe deutscher Neurologen ist es erstmals gelungen, die Parkinson-Erkrankung über eine kleine Hautprobe festzustellen – und zwar noch Jahre vor Ausbruch der typischen Bewegungsstörungen wie Zittern, Steifigkeit und verlangsamte Beweglichkeit. Die Diagnose gelingt durch den Nachweis von pathologischen Eiweißablagerungen in den feinen Nervenenden der Haut, teilen die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Parkinson Gesellschaft (DPG) mit. Die Arbeit, die jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Acta Neuropathologica“ erschienen ist, gilt als Meilenstein in der Parkinson-Diagnostik und wird zur Entwicklung von neuen Therapien gegen die schwer behandelbare neurodegenerative Erkrankung führen.

Die Parkinson-Krankheit gehört zu den häufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems. In Deutschland leben schätzungsweise 220.000 Betroffene. Die Parkinson-Erkrankung ist damit die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung nach der Alzheimer-Demenz. Die Diagnose ist vor allem im Frühstadium (Prodromalphase) schwer, denn Parkinson beginnt mit unspezifischen Beschwerden, zum Beispiel Verschlechterung des Geruchssinns, Depressionen oder Verdauungsstörungen. Erst wenn die typischen Bewegungsstörungen einsetzen – das Zittern beginnt, die Bewegungen steif und langsam werden –, kann der Arzt darauf schließen, dass sein Patient an Parkinson erkrankt ist. Bis zu diesem Zeitpunkt hat aber schon ein jahrelanges Nervenzellsterben stattgefunden, etwa 80 Prozent der dopaminergen Nervenendigungen und bis zu 50 Prozent der Nervenzellen in der Substantia nigra im Gehirn sind dann bereits unwiederbringlich untergegangen. Die Entwicklung wirkungsvoller Therapien krankt daran, dass Parkinson-Patienten erst in dieser späten Krankheitsphase erkannt werden. Könnten Mediziner früher eingreifen, wären die Chancen auf die Entwicklung von Therapien sowie auf Behandlungserfolge deutlich höher.

Bekannter Biomarker, neuer Fundort

Weltweit arbeiten zahlreiche Forschungsgruppen an Wegen, die Parkinson-Krankheit früher zu erkennen. Neurowissenschaftlern um Dr. Kathrin Doppler und Prof. Dr. Claudia Sommer aus Würzburg sowie Prof. Dr. Wolfgang Oertel aus Marburg haben nun eine wegweisende Arbeit publiziert. Sie konnten bei Risikopatienten mit der sogenannten REM-Schlafverhaltensstörung den Biomarker Alpha-Synuclein in der Haut identifizieren, der Parkinson nachweist, Jahre bevor der Patient sichtbar erkrankt.

„Damit sind wir dem großen Ziel, Parkinson in einem frühen Stadium zu erkennen und zu stoppen, einen wichtigen Schritt näher gekommen“, kommentiert Prof. Dr. Günther Deuschl, Parkinson-Experte vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel und Präsident der European Academy of Neurology. „Der Weg ist nun offen, auch bei nicht von der REM-Schlafverhaltensstörung Betroffenen einen diagnostischen Marker der Frühphase der Erkrankung zu identifizieren. Damit kommt der Einstieg in die lange erhoffte präsymptomatische Parkinson-Therapie nun in unser Blickfeld.“

„Doppler und Kollegen ist ein sehr bedeutsamer Beitrag zum Stand der internationalen Parkinson-Forschung gelungen“, urteilt Prof. Dr. Werner Poewe, Direktor der Universitätsklinik für Neurologie an der Medizinischen Universitätsklinik in Innsbruck. „Wichtig ist das Potenzial einer leicht anwendbaren Methode der minimalinvasiven Hautbiopsie, bei der lediglich eine 5 Millimeter große Probe entnommen werden muss. Dies ist von unmittelbarer praktischer Bedeutung, um Patienten für Studien zur Parkinson-Krankheitsprävention identifizieren zu können.“

Nachweis bisher nur im Gehirn möglich

„Wir kennen Alpha-Synuclein zwar als neuropathologisches Kennzeichen von Morbus Parkinson, und der Nachweis dieser Proteinablagerungen war bereits der Goldstandard der Diagnose“, erklärt Prof. Dr. Jens Volkmann, Direktor der Neurologischen Klinik und Poliklinik am Universitätsklinikum Würzburg und Koautor der Studie. „Allerdings haben wir im Gehirn gesucht, und das war erst nach dem Tod möglich“, so der Präsident der Deutschen Parkinson Gesellschaft. Dass sich Alpha-Synuclein nicht nur im Gehirn ablagert, sondern auch in der Haut, konnten die Würzburger Forscher schon 2014 zeigen. Sie fanden bei rund der Hälfte der untersuchten Parkinson-Patienten pathologische Proteinaggregate in den kleinen Nervenfasern der Haut.

In ihrer jetzigen Studie ging die Arbeitsgruppe einen Schritt weiter: Um herauszufinden, ob Alpha-Synuclein auch in der Prodromalphase als Biomarker herangezogen werden kann, untersuchten sie Patienten mit REM‐Schlafverhaltensstörung (REM sleep behavior disorder, RBD). Die Schlafstörung gilt als charakteristisches Frühsymptom der Parkinson-Krankheit. Sie äußert sich in aggressiven Träumen und auffälligen Bewegungen im Traumschlaf, etwa 85 Prozent der Betroffenen entwickeln innerhalb von 15 bis 20 Jahren eine Parkinson‐Erkrankung. Auch bei REM‐Schlafverhaltensstörung finden sich im Gehirn Ablagerungen von Alpha‐Synuclein.

Hoffnungsvoller Weg zu Medikamenten gegen die Parkinson-Krankheit

„Unsere Studie liefert Evidenz dafür, dass phosphoryliertes Alpha-Synuclein schon in dermalen Nervenfasern von Patienten vorhanden ist, die an REM-Schlafstörung leiden. Die Ablagerungen können bei diesen Patienten als periphere histopathologische Marker für eine Alpha-Synculeinopathie genutzt werden, die vor dem Einsetzen von motorischen Symptomen bei Morbus Parkinson auftritt“, schreibt Erstautorin Doppler. In Anbetracht des einfachen Zugangs zu Hautbiopsien und der hohen Spezifität der Untersuchung sehen die Autoren in der Methode einiges Potenzial, um Parkinson-Patienten im prodromalen Stadium der Erkrankung zu identifizieren und für klinische Studien zum Test von krankheitsmodifizierenden Medikamenten zu gewinnen.

Studiendesign

Für die vom ParkinsonFonds Deutschland geförderte Studie rekrutierten die Forscher zwischen Dezember 2014 und Juli 2016 an den neurologischen Universitätskliniken in Würzburg und Marburg 18 Patienten mit REM-Schlafstörungen, 25 Patienten mit frühem Morbus Parkinson und 20 gesunde Kontrollprobanden. Sie entnahmen den Probanden Hautbiopsien (5 mm) am Rücken an den Bereichen C7 und Th 10 sowie am Ober- und Unterschenkel und suchten mittels Doppel-Immunfluoreszenzfärbung in den dermalen Nervenfasern nach Ablagerungen von phosphoryliertem Alpha-Synuclein. Sie bestimmten außerdem mit einer nuklearmedizinischen Untersuchung (FP-CIT-SPECT) die Dichte der präsynaptischen Dopamintransporter, führten olfaktorische Funktionstests durch und kalkulierten den Wahrscheinlichkeitsquotienten für prodromale Parkinson-Symptome.

Ergebnisse

Phosphoryliertes Alpha-Synuclein konnte mit einer Sensitivität von 55,6 Prozent bei 10 von 18 RBD-Patienten nachgewiesen werden. Mit einer Sensitivität von 80 Prozent wurde bei 20 von 25 Patienten mit frühem Morbus Parkinson ein Nachweis für die Alpha-Synuclein-Ablagerungen erbracht. Keine Ablagerungen hingegen fanden sich bei den gesunden Kontrollprobanden.

Quellen

  • Doppler K et al. Dermal phospho-alpha-synuclein deposits confirm REM sleep behaviour disorder as prodromal Parkinson’s disease. Acta Neuropathologica 2017; Link zur Originalarbeit: DOI: 10.1007/s00401-017-1684-z
  • Doppler K et al.: Cutaneous neuropathy in Parkinson’s disease: a window into brain pathology. Acta Neuropathologica; 2014; 128(1): 99–109, DOI: 10.1007/s00401-014-1284-0
  • Pressemeldung der DGN vom 21. September 2016: Guter Schlaf schützt das Gehirn – schlechter Schlaf fördert Alzheimer und Parkinson (Link zur Pressemitteilung mit Video)
Hinweise für die Behandlung mit Parkinsan
Das Kompetenznetz Parkinson gibt den Hinweis weiter, dass bei der Behandlung des Morbus Parkinson mit Parkinsan besondere Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden sollten. Sie finden hier eine umfangreiche Broschüre .
Umfangreiche Broschüre: Kompetenznetz Parkinson (KNP) und Deutsche Parkinson Gesellschaft (DPG)
Das Kompetenznetz Parkinson und die Deutsche Parkinson Gesellschaft haben gemeinsam eine umfangreiche Broschüre erstellt, mit der sich ärztliche Kolleginnen und Kollegen, aber auch andere Berufsgruppen, Institutionen und Organisationen, die sich mit der Parkinson-Krankheit befassen oder Betroffene betreuen, über das vielfältige Spektrum an wissenschaftlichen und klinischen Aktivitäten des KNP und der DPG informieren können.
GPS schließt Studie zu Herzklappenfibrosen bei Patienten mit M. Parkinson unter einer Therapie mit Non-Ergot-Dopamin-Agonisten ab
Zu den fibrotischen Reaktionen, die mit der Einnahme von Ergot-Dopamin-Agonisten in Zusammenhang gebracht wurden, zählen pleuropulmonare Fibrosen, Herzbeutelfibrosen, Retroperitonealfibrosen und Herzklappenfibrosen.
Diese Ergebnisse führten zu der Frage, ob es unterschiedliche Risiken bei einer Therapie mit Ergot- und mit Non-Ergot Präparaten gibt.
Die beschriebene Studie zielte darauf, das mögliche Risiko einer Herzklappenfibrose bei Parkinsonpatienten zu bewerten, die Non-Ergot-Dopamin-Agonisten einschließlich Rotigotin einnehmen.
Die Studie wurde mit 100 Patienten in elf Neurologen-Praxen durchgeführt und von der German Parkinson Study Group monitoriert. Innerhalb von zwei Jahren wurden sechs Untersuchungsvisiten durchgeführt, drei davon mit einer kompletten Transthorakalen Echokardiografie.
In dieser Studie wurde kein einziger Fall mit einer Herzklappenfibrose festgestellt, weder bei Patienten, die Rotigotin erhielten, noch bei denen, die mit einem anderen Non-Ergot Dopamin-Agonisten behandelt wurden. Außerdem zeigten sich in den begleitenden medizinischen Untersuchungen keine Unterschiede zwischen den verschiedenen Non-Ergot Dopamin-Agonisten.
4. Informationstag über die REM-Schlafverhaltensstörung am Marburger Universitätsklinikum: Informationen und Vorträge

Am 23.01.2015 fand im Marburger Universitätsklinikum der 3. Informationstag über die REM-Schlafverhaltensstörung statt. Etwa 50 Betroffene und ihre Angehörigen sowie zahlreiche Wissenschaftler, Ärzte und Studentinnen berichteten, einerseits über die Beschwerden, die diese Krankheit mit sich führt, und andererseits über neue Ergebnisse in der Forschung.
Hier stellen wir Ihnen die Vorträge und Informationen zum Download zur Verfügung:

 

BMBF wird neues Netzwerk zur translationalen Erforschung und Behandlung dystoner Erkrankungen fördern
Große Resonanz löste das BMBF mit seiner Ausschreibung zum Aufbau von Forschungsverbünden zu seltenen Erkrankungen im letzten Jahr aus. Sehr viele Forschergruppen brachten ihre Ideen in Form von formalen Anträgen zu Papier. Das Interesse war weitaus größer als die zur Verfügung stehenden Mittel.
Unter der Federführung von Prof. Jens Volkmann (auch stellvertretender Sprecher des Kompetenznetz Parkinson) und Prof. Christine Klein formulierten Dr. Philip Seibler, PD Katja Lohmann, Prof. Michael Sendtner, Prof. Chi-Wang, Prof. Alexander Münchau, Prof. Andrea Kühn, Prof. Eckart Altenmüller und Gisela Antony (Central Information Office) einen Antrag Deutsches Netzwerk zur translationalen Erforschung und Behandlung dystoner Erkrankungen (DysTract).
Im November 2014 erhielt Prof. Volkmann den erfreulichen Anruf vom BMBF: DysTract gehört zu den wenigen Netzwerken für seltene Erkrankungen die vom BMBF neu eingerichtet werden. Der Antrag wurde im vollem Umfang zur Förderung empfohlen.
Das Netzwerk wird zwar erst 2016 die wirkliche Arbeit aufnehmen können, trifft sich jedoch schon am 28. April 2015 zum ersten Board-Meeting in Hannover.
Hertie-Senior-Forschungsprofessur für Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Oertel
Die Hertie-Senior-Forschungsprofessur Neurowissenschaften stellt eine besondere Auszeichnung für langjährige Spitzenleistungen in der Hirnforschung dar.
Am 27.09.2013 erhielt Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Oertel, Sprecher des Kompetenznetz Parkinson und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, die mit einer Million Euro dotierte Auszeichnung in der Frankfurter Paulskirche überreicht.
Die Stiftung ehrt damit das Lebenswerk eines herausragenden Neurowissenschaftlers und seine Beiträge zur Erforschung der Parkinson-Krankheit.

Pressemitteilung 13.08.2015: Spitzenforschung bei neurodegenerativen und Krebs-Erkrankungen
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe informierte sich über die Parkinson-, Demenz- und Krebstherapie am Standort Marburg - lesen Sie hier weiter ...

 

 • Ältere Nachrichten können Sie bei Interesse noch auf der alten Webseite des KNP e.V. nachlesen.