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Erlangen: Universitätsklinik für Neurologie

91054 Erlangen, Schwabachanlage 6

Spezialambulanz für Bewegungsstörungen

Sprechstunde nach Vereinbarung,
Terminvergabe Mo - Do 8:30-13:00 Uhr, Fr 8:30-12:00 Uhr unter Telefon 09131-8534455

Privatsprechstunde Prof. Dr. Winkler in der Ambulanz für Bewegungserkrankungen

Mo - Fr nach Vereinbarung
Terminvergabe Mo - Do 8:00-16:00 Uhr, Fr 8:00-13:00 Uhr unter Telefon 09131-8539324

Ansprechpartner KNP / Klinische Studien

Prof. Dr. med. Jürgen Winkler
Email: bewegungsstoerungen@uk-erlangen.de

 

letzte Aktualisierung: 18.07.2017


Die Abteilung für Molekulare Neurologie des Universitätsklinikums Erlangen betreut mit der Spezialambulanz für Bewegungserkrankungen jährlich ca. 1000 Patienten, die an einem Parkinson-Syndrom erkrankt sind. Zusätzlich werden Patienten mit Restless-Legs Syndrom, essenziellem Tremor und Spinocerebellären Ataxien betreut. Einen weiteren wichtigen Schwerpunkt stellt die integrierte Betreuung von Patienten mit Morbus Huntington, Hereditären Spastischen Spinalparalysen und Amyotropher Lateralsklerose dar. In enger Kooperation mit der Neurologischen Klinik werden Patienten auch stationär betreut. Die stationäre Versorgung umfasst das volle Spektrum der Behandlung für alle Patienten mit diesen Bewegungserkrankungen einschließlich invasiver Therapien wie Apomorphin- oder Duodopa-Pumpen sowie die prä-chirurgische Evaluation und die post-operative Betreuung von Parkinson-Patienten und Patienten mit anderen Bewegungsstörungen im Rahmen einer Tiefen Hirnstimulation. Die operative Versorgung zur Tiefen Hirnstimulation findet in enger Zusammenarbeit mit der Neurochirurgischen Klinik der Universitätsklinikums Regensburg statt.

 

Klinische Medikamentenstudien werden für Patienten mit Parkinson-Syndrom und für Patienten mit Huntington-Erkrankung angeboten. Schließlich nimmt die Spezialambulanz für Bewegungsstörungen an multizentrischen Registerstudien für atypische Parkinson-Syndrome (proPSP), für die Huntington-Erkrankung (ENROLL-HD) und Motoneuronerkrankungen (MND-Net) teil und ist zertifiziertes Zentrum für die Huntington-Erkrankung innerhalb des Europäischen Huntington-Netzwerks (EHDN).

 

Die Spezialambulanz hat sehr gute und intensive Kontakte zu den Regionalgruppen der Deutschen Parkinson-Vereinigung (DPV; Ansbach, Erlangen, Forchheim, Nürnberg, Schwabach). Es werden, in Zusammenarbeit mit der dPV, jährlich Informationsveranstaltungen über aktuelle Themen im Bereich Parkinson und anderer Bewegungserkrankungen für Patienten angeboten. Zudem haben wir in Kooperation mit der dPV eine Rehabilitationssportgruppe für Parkinson-Patienten initiiert und bieten wöchentlich ein für Parkinson-Patienten spezifisches und brei-gefächertes Bewegungstraining im Haus an. Dieses von ausgebildeten Bewegungsexperten angeleitete Training zielt auf den Erhalt der Mobilität im Alltag ab, fördert das Wohlbefinden der Betroffenen und gibt Anregungen für das tägliche Training zu Hause.

 

Neben der Expertise zur Versorgung von Patienten mit Parkinson-Syndromen beschäftigt sich die Abteilung intensiv mit translationalen Fragestellungen (= intensiver Austausch von klinisch- und grundlagenorientiertem Wissen zur Entwicklung von neuem, diagnostischem oder therapeutischem Wissen) zur Grundlagen- und Versorgungsforschung bei Bewegungserkrankungen. Hier werden die molekularen Mechanismen neurodegenerativer Prozesse, sowie regenerative Therapiemöglichkeiten einschließlich der Biologie von körpereigenen humanen Stammzellen ("iPSC" = induzierte pluripotente Stammzellen) untersucht. Weitere Schwerpunkte liegen in der Erforschung motorischer und nicht-motorischer Symptome der Parkinson-Syndrome z.B. der besseren Charakterisierung affektiver Störungen (z.B. Depression und Anhedonie).

 

Ein in den letzten Jahren gewachsener Schwerpunkt ist die Sensor-basierte Ganganalyse, mit der objektive Parameter durch einfache Gangtests erhoben werden. Ziel der wissenschaftlichen Studien ist, ob durch Gangparameter, die sehr gut den individuellen Krankheitsverlauf abbilden, die diagnostischen und therapeutischen Entscheidungen unterstützt werden können, und ob durch Langzeituntersuchungen auch die Therapieerfolge überwacht werden können. Hierdurch soll eine zielgerichtete und individualisierte Optimierung der Therapie unterstützt werden. In diesem multizentrischen Ansatz arbeiten regionale, nationale und internationale Kooperationspartner gemeinsam mit den Ingenieurswissenschaften an einer Unterstützung der Sektoren-übergreifenden Patientenversorgung und telemedizinischen Anwendung zur Verbesserung der medizinischen Versorgung und der Zielparameter für klinische Studien.

 

Somit können wir für Patienten mit Bewegungserkrankungen eine integrierte ambulant-neurologische Betreuung als Referenzzentrum anbieten. Den in Erlangen betreuten Patienten stehen die neuesten, translationalen, diagnostischen und therapeutischen Entwicklungen offen.

 

 

Team der universitären Bewegungsambulanz:

 

Prof. Dr. Klucken, Jochen

PD Dr. Kohl, Zacharias

Dr. Marxreiter, Franz

Dr. Regenburger, Martin

Dr. Cosma-Grigorov, Alexandra

Dr. Gaßner, Heiko

Frau Burczyk-Schuster, Jasmin

 

 

Weitere Informationen im Internet:

www.molekulare-neurologie.uk-erlangen.de

 

Kopfkliniken Erlangen