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Erlangen: Universitätsklinik für Neurologie

91054 Erlangen, Schwabachanlage 6

Spezialambulanz für Bewegungsstörungen

Sprechstunde nach Vereinbarung,
Terminvergabe Mo - Do 8:30-13:00 Uhr, Fr 8:30-12:00 Uhr unter Telefon 09131-8534455

Privatsprechstunde Prof. Dr. Winkler in der Ambulanz für Bewegungserkrankungen

Mo - Fr nach Vereinbarung
Terminvergabe Mo - Do 8:00-16:00 Uhr, Fr 8:00-13:00 Uhr unter Telefon 09131-8539324

Ansprechpartner KNP / Klinische Studien

Prof. Dr. med. Jürgen Winkler
Email: bewegungsstoerungen@uk-erlangen.de

 

letzte Aktualisierung: 21.02.2017


Die Abteilung für Molekulare Neurologie des Universitätsklinikums Erlangen betreut mit der Spezialambulanz für Bewegungserkrankungen jährlich ca. 1000 Patienten, die an einem Parkinson-Syndrom erkrankt sind. Zusätzlich werden Patienten mit Restless-Legs Syndrom, essenziellem Tremor und Spinocerebellären Ataxien betreut. Einen weiteren speziellen Schwerpunkt stellt die integrierte Betreuung von Patienten mit Morbus Huntington und Hereditären Spastischen Spinalparalysen dar. In enger Kooperation mit der Neurologischen Klinik werden Patienten auch stationär betreut. Die stationäre Versorgung umfasst das volle Spektrum der Behandlung für alle Patienten mit diesen Bewegungserkrankungen einschließlich invasiver Therapien wie Apomorphin- oder Duodopa-Pumpen sowie die prä-chirurgische Evaluation und die post-operative Betreuung von Parkinson-Patienten und Patienten mit anderen Bewegungsstörungen im Rahmen einer Tiefen Hirnstimulation. Die operative Versorgung zur Tiefen Hirnstimulation findet in enger Zusammenarbeit mit der Neurochirurgischen Klinik der Universitätsklinikums Regensburg statt.

 

Schließlich ist die Spezialambulanz für Bewegungsstörungen  zertifiziertes Zentrum für die Huntington-Erkrankung innerhalb des Europäischen Huntington-Netzwerks (EHDN) und bietet Patienten und Angehörigen die Möglichkeit zur Teilnahme an der weltweiten Registerstudie ENROLL-HD sowie an internationalen, multizentrischen Medikamentenstudien an.

 

Die Spezialambulanz hat sehr gute und intensive Kontakte zu den Regionalgruppen der Deutschen Parkinson-Vereinigung (DPV; Ansbach, Erlangen, Forchheim, Nürnberg, Schwabach). Es werden, in Zusammenarbeit mit der DPV, jährlich Informationsveranstaltungen über aktuelle Themen im Bereich Parkinson und anderer Bewegungserkrankungen für Patienten angeboten.

 

Neben der Expertise zur Versorgung von Patienten mit Parkinson-Syndromen beschäftigt sich die Abteilung intensiv mit translationalen Fragestellungen (= intensiver Austausch von klinisch- und grundlagenorientiertem Wissen zur Entwicklung von neuem, diagnostischem oder therapeutischem Wissen) zur Grundlagen- und Versorgungsforschung bei Bewegungserkrankungen. Hier werden die molekularen Mechanismen neurodegenerativer Prozesse, sowie regenerative Therapiemöglichkeiten einschließlich der Biologie von körpereigenen humanen Stammzellen ("iPSC" = induzierte pluripotente Stammzellen) untersucht. Weitere Schwerpunkte liegen in der Erforschung motorischer und nicht-motorischer Symptome der Parkinson-Syndrome z.B. mittels automatisierter Bewegungsanalyse oder der besseren Charakterisierung affektiver Störungen (z.B. Depression und Anhedonie). Zur Bewegungsanalyse dienen z.B. in die Kleidung bzw. Schuhe eingebettete Sensoren. Diese Erkenntnisse sollen zielgerichtet für eine Optimierung einer individualisierten Therapie genutzt werden.

 

Somit können wir für Patienten mit Bewegungserkrankungen eine integrierte ambulant-neurologische Betreuung als Referenzzentrum anbieten. Den in Erlangen betreuten Patienten stehen die neuesten, translationalen, diagnostischen und therapeutischen Entwicklungen offen.

 

Weitere Informationen im Internet:

www.molekulare-neurologie.uk-erlangen.de

 

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