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Köln: Universitätsklinik für Neurologie

50937 Köln, Kerpener Str. 62

Spezialambulanz für Bewegungsstörungen und Tiefe Hirnstimulation

Donnerstag und Freitag und nach Vereinbarung

Terminvereinbarung unter Telefon 0221-478 97841

Terminvereinbarung unter Telefon 0221-478 86363 (Privatversicherte)

Ansprechpartner KNP / Klinische Studien

PD Dr. med. Michael T. Barbe
Email: michael.barbe@uk-koeln.de

 

letzte Aktualisierung: 30.06.2017


Die neurologische Klinik im Universitätsklinikum Köln versorgt Patienten aus dem gesamten Spektrum neurologischer Erkrankungen. Im Bereich Bewegungsstörungen werden sowohl stationär als auch ambulant über eine spezialisierte Sprechstunde Patienten mit Morbus Parkinson, atypischen Parkinsonsyndromen, Dystonie, Tremor und unklaren oder seltenen Bewegungsstörungen behandelt.

In enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Stereotaxie und funktionelle Neurochirurgie (Direktorin: Frau Prof. Visser-Vandewalle) sind wir eines der größten Zentren für Tiefe Hirnstimulation (THS). In der Beratung, Operation und Nachbetreuung von Patienten mit THS können wir auf eine in langjähriger Erfahrung gewachsene Expertise bauen.

Zusätzlich werden für Parkinsonpatienten auch die sog. Pumpentherapien (Duodopa und Apomorphin) angeboten.

In unserer Poliklinik gibt es zudem eine Sprechstunde zur Behandlung mit Botulinum-Toxin. Kinder und Jugendliche mit angeborenen oder erworbenen Bewegungsstörungen werden in Kooperation mit der Kinderklinik behandelt.

Auf der Frühreha-Station der neurologischen Klinik kann eine sog. Parkinsonkomplexbehandlung durchgeführt werden, die in besonderen Fällen neben einer besonders intensiven physio-/ergotherapeutischen und logopädischen Betreuung über etwa zwei Wochen eine Möglichkeit zur Optimierung der medikamentösen Einstellung erlaubt.

Im Kölner Parkinsonnetzwerk wird versucht, durch engere Verzahnung von stationären und ambulanten Versorgungsmöglichkeiten und durch enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Fachärzten Behandlung und Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Teilnehmende Patienten werden dabei engmaschig durch einen niedergelassenen Facharzt für Neurologie, einen Experten aus dem Zentrum für Bewegungsstörungen der Uniklinik Köln sowie einen Parkinson-Pfleger unterstützt.

Ähnliches gilt für die ambulante Videotherapie, bei der über eine zu Hause eine aufgebaute Videoeinheit über einen Zeitraum von vier Wochen die Beweglichkeit des Patienten beobachtet werden kann. Der zuständige niedergelassene Neurologe beurteilt dann in Abstimmung mit der AG Bewegungsstörungen und Tiefe Hirnstimulation die Videosequenzen und kann die medikamentöse Therapie ambulant verändern.

 

Forschung

Im wissenschaftlichen Fokus stehen die motorischen und nicht-motorischen Effekte der Tiefen Hirnstimulation bei M. Parkinson und beim Essentiellen Tremor. Im diesem Rahmen waren und sind wir Prüfzentrum zahlreicher Studien (z.B. EARLYSTIM, VANTAGE) und arbeiten dadurch mit vielen Patienten zusammen. Hierbei interessiert uns insbesondere auch die wissenschaftlich fundierte Optimierung der Stimulationsparameter, sei es zur Verbesserung der Wirkung oder zur Reduktion von möglichen Nebenwirkungen.

Wir beschäftigen uns intensiv mit den Auswirkungen der THS auf die Sprechmotorik, haben hierzu eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Phonetik (Frau Univ.-Prof. M. Grice) begonnen. Zunächst haben wir den Effekt der thalamischen THS auf die Sprache untersucht. In den letzten Jahren ist es uns gelungen, die THS-bedingten Veränderungen der Sprechmotorik bei Patienten mit Essentiellem Tremor zu beschreiben und zu quantifizieren (akustische Messungen, elektromagnetische Artikulographie, Elektroglottographie). In Zukunft möchten wir unsere Methoden auch auf Sprechstörungen bei Parkinsonpatienten anwenden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Erforschung der nicht-motorischen Symptome bei M. Parkinson. Im Rahmen der internationalen "Non-motor Symptoms Study Group" sind wir Teil eines europäischen Forscherverbundes. In dieser Kooperation erfolgt eine umfassende klinische Charakterisierung, einschließlich nicht-motorischer und motorischer Symptome und der Lebensqualität, bei einer großen Zahl von Patienten, die mit invasiven Therapieverfahren behandelt werden. Ein Ziel dieses Patientenregisters ist eine Ausarbeitung von Patientenprofilen und prognostischen Markern, die individuelle Empfehlungen bezüglich einer Therapie mit THS, Apomorphin- oder Duodopapumpe im Sinne der personalisierten Medizin ermöglichen.

 

Weitere Informationen im Internet:

http://neurologie-psychiatrie.uk-koeln.de/neurologie

http://neurologie-psychiatrie.uk-koeln.de/neurologie/forschung/ag-bewegungsstoerungen-tiefe-hirnstimulation

http://www.koelner-parkinson-netzwerk.de

http://www.dbs.uni-koeln.de

 

 

Neurologische Klinik Köln