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Marburg: Universitätsklinik für Neurologie

35043 Marburg, Baldingerstraße

Ambulanz für Bewegungsstörungen

Terminvereinbarung Mo - Do 08:30-12:00 Uhr unter Telefon 06421-5864845

Ambulanz für Ataxieerkrankungen

Terminvereinbarung unter Telefon: 06421-5864845

Ansprechpartner KNP / Klinische Studien

PD Dr. Karla Eggert (Koordination KNP e.V., Koordination GPS)
Email: eggert@med.uni-marburg.de

 

letzte Aktualisierung: 13.03.2017


Die Klinik für Neurologie der Universität Marburg ist das leitende Zentrum des Kompetenznetz Parkinson (KNP).

 

Bis Juni 2014 war Prof. Dr. Dr. Wolfgang H. Oertel Direktor der Klinik. Er ist seit 2000 ununterbrochen gewählter Sprecher des KNP. Ab Juli 2014 bietet er weiterhin eine ambulante Sprechstunde an (Termine Dienstagvormittag und Donnerstagvormittag). Darüber hinaus widmet er sich überwiegend der Erforschung der Vorstadien der Parkinson-Krankheit und der Entwicklung von Medikamenten, die die Parkinson-Krankheit letzlich verhindern sollen. Dies erfolgt im Rahmen eine Hertie Senior-Forschungsprofessur.

Ab 01. September 2016 ist Prof. Dr. Lars Timmermann zum neuen Direktor der Klinik für Neurologie ernannt worden.

 

An der Universität Marburg sind auch die Geschäftsstelle des Kompetenznetz Parkinson e.V. (Sekretariat Simone Brusius), das Central Information Office des KNP (geleitet von Gisela Antony) und die German Parkinson Study Group (koordiniert von PD Dr. med. Karla Eggert) angesiedelt.

 

Die Klinik für Neurologie deckt das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen ab. Klinische Schwerpunkte bestehen bei den Bewegungsstörungen (Parkinsonerkrankungen, Dystonien, Restless-Legs-Syndromen), den Epilepsien, der Schmerztherapie, den neuroimmunologischen Erkrankungen einschließlich Multipler Sklerose, den neuromuskulären Erkrankungen (Muskelzentrum Marburg – Gießen ), sowie den neurovakulären Erkrankungen (einschließlich stroke unit). In diesen Teilbereichen bestehen jeweils Teilambulanzen.

 

Die experimentell arbeitende Forschergruppe Bewegungsstörungen beschäftigt sich an Tiermodellen des Idiopathischen Parkinsonsyndroms mit neuroprotektiven Substanzen. In der Arbeitsgruppe Bewegungsstörungen werden in nationalen und internationalen Kooperationen bildgebende Verfahren zur Differenzierung verschiedener Parkinsonsymptome entwickelt und die Möglichkeiten der tiefen Hirnstimulation bei Morbus Parkinson untersucht. Es werden Schlafstörungen bei Basalganglienerkrankungen erforscht und Multizenterstudien neuer Antiparkinsonmittel koordiniert. Ein bedeutender Forschungsschwerpunkt ist mittlerweile die Erforschung der Vorstadien der Parkinson-Krankheit, der sogenannten prodromalen Phasen. Hier wird insbesondere über die Schafttraumstörung "REM Schlafverhaltensstörung (englisch: REM sleep behavior disorder - RBD)" geforscht. Diese REM Schlafverhaltensstörung stellt die spezifischste Vorform der Parkinson-Krankheit dar, denn mehr als 80 % der an der RBD leidenden Personen werden in 10-15 Jahren eine Parkinson-Krankheit entwickeln. Die Patienten mit RBD werden ausführlich untersucht, um Parameter zu finden, die möglicherweise im Rahmen von Therapiestudien als Verlaufswert und als Indikator für den Therapieeffekt einer neu zu entwickelnden Substanz genutzt werden können.

 

In vitro wird an neuronalen Zellen die Bedeutung neurotropher Faktoren für die Neuroprotektion und die synaptische Plastizität untersucht sowie nach den Ursachen neurodegenerativer Erkrankungen (Neurogenetik, Apoptose) geforscht. Die Arbeitsgruppe Botulinumtoxin erarbeitet neue Anwendungsmöglichkeiten der Botulinumtoxin A-Therapie. In der Gruppe Restless-Legs-Syndrom werden Untersuchungen zur Pathophysiologie und Therapie dieser Erkrankung durchgeführt.

 

Die Ambulanz für Bewegungsstörungen unter Leitung von Oberärztin PD Dr. Karla Eggert bietet ambulante Diagnostik und Therapie von Patienten mit Bewegungsstörungen an. Hierunter fallen insbesondere Patienten mit M. Parkinson, atypischen Parkinson-Syndromen (Multisystematrophie, Progressive supranukleäre Blickparese, Lewy-Körperchen-Krankheit), Patienten mit Tremor-Syndromen, Hydrozephalus malresorptivus etc.

 

Die Ambulanz für Ataxieerkrankungen bietet neben der umfassenden Diagnostik und Therapie auch eine Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung, bei sozialmedizinischen Belangen und bei der Hilfsmittelversorgung an. Wir wollen unsere Patienten ausführlich über ihre Erkrankung informieren und alle Fragen beantworten, sofern dies nach dem heutigen Kenntnisstand der Medizin möglich ist. Gesprächsangebote für Rat suchende Familienangehörige ergänzen das Angebot. Unsere klinische und wissenschaftliche Tätigkeit wird durch die Deutsche Heredo-Ataxie-Gesellschaft (DHAG) nachhaltig unterstützt.

 

Weitere Informationen im Internet:
www.ukgm.de/ugm_2/deu/umr_neu/index.html

 

 

Universitätsklinik für Neurologie Marburg